2026-05-15T00:00:00+02:00
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Infoveranstaltung zum Bürgerrat für Wiener*innen ohne Wahlrecht

Demokratiedefizit in Österreich

Österreich hat eines der restriktivsten Staatsbürgerschaftsrechte weltweit. Dadurch sind viele Menschen von demokratischen Prozessen ausgeschlossen und dürfen nicht wählen. In Wien beträgt der Anteil an Bewohner*innen ohne Wahlrecht über 35%.

Termine

Bürgerrattage:

  • Samstag 26. September 2026
  • Samstag 10. Oktober 2026
  • Samstag 24. Oktober 2026
    jeweils 09:00 – 16:00 Uhr

Präsentation Ende November
(Termin wird zeitnah festgelegt)

Bürgerrat als Lösungsansatz

Die Gemeinwohl-Ökonomie Österreich begegnet diesem Demokratiedefizit mit einem neuen Projekt. In den kommenden Monaten wird ein Bürgerrat der Wiener*innen ohne Wahlrecht umgesetzt. An insgesamt 3 Terminen entwickeln etwa 35 Personen (zufällig und repräsentativ ausgewählt) einen Gemeinwohl-Kompass. Dieser umfasst wichtige Handlungsfelder und Ziele zur Stärkung des Gemeinwohls. In dem Prozess werden im Austausch zwischen Bürgerrät*innen und Expert*innen Indikatoren festgelegt, mit deren Hilfe Fortschritt gemessen werden kann. Ziel des Projektes ist es, eine Beteiligungsmöglichkeit zu schaffen, politische Bedürfnisse in die Institutionen zu tragen und Fortschritt messbar zu machen.

Interesse am Bürgerrat teilzunehmen? → Hier gehts zur Anmeldung

Ermöglicht durch ProEuropeanValuesAT

ProEuropeanValesAT ist ein Konsortium von fünf NGOs aus allen Regionen Österreichs, das mit seinen Partnern Zukünfte für Demokratie gestalten, die Zivilgesellschaft stärken, Rechtstaatlichkeit außer Streit stellen und europäische Werte leben will. Dank einer Förderung durch ProEuropeanValuesAT können wir den Bürgerrat der Wiener*innen ohne Wahlrecht umsetzen.

In welchem Kontext ist das Projekt zu verstehen?

Das Ergebnis des Bürgerrats wird ein Gemeinwohl-Kompass für Wiener*innen ohne Wahlrecht. Ein demokratisch entwickeltes Instrument, um die Auswirkungen (wirtschafts)politischer Entscheidungen auf das Gemeinwohl (dieser Gruppe) messbar zu machen.

Langfristig soll so ein Messinstrument auch auf volkswirtschaftlicher Ebene umgesetzt werden, um das Ziel des Wirtschaftens neu auszurichten. Statt rein materielles und monetäres Wachstum zu messen (BIP), strebt die Gemeinwohl-Ökonomie an, qualitative Ziele demokratisch zu formulieren und messbar zu machen. Mehr dazu finden Sie hier: Gemeinwohl-Produkt

Die Gemeinwohl-Ökonomie befindet sich mit diesem Projekt in guter Gesellschaft: die politische Forderung, den wirtschaftlichen Fortschritt einer Gesellschaft nicht allein am finanziellen Wachstum des Brutto-Inlands-Produkts (das einfach alle Umsätze addiert) auszurichten, wird seit vielen Jahrzehnten von einer wachsenden Zahl an Organisationen vorgebracht. Unter anderem ist EconGood (Gemeinwohl-Ökonomie International) Mitglied bei der Wellbeing Economy Alliance, deren Arbeit für eine Wirtschaftspolitik, die dem guten Leben für alle dient, im Film Purpose dokumentiert ist. Ein berühmtes Beispiel für eine solche Wirtschaftspolitik ist das Bruttonationalglück in Buthan.

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