Am 10.06.2026 sprachen Johanna Tschautscher und GWÖ-Sprecher Günter Grzega über Staatsschulden und die darauf bezogenen Sichtweisen der Modern Money Theory

Nach der MMT ist Geld für einen souveränen Staat nie knapp. Die Grenzen liegen für MMT-Vertreter in den vorhandenen Ressourcen, gesunden, gebildeten Menschen, der Arbeitskraft, der aktuellen Auslastung der Wirtschaft und unserer sozialen Kompetenz einander zu verstehen, miteinander zu planen und uns zu organisieren …
Folgende Fragen waren Thema des Vortrags:
Wie viele Funktionen haben Staatsschulden am Finanzmarkt? Warum brauchen Zentralbanken sie für die Zinspolitik? Wer verdient an ihnen? Wen belasten sie? Was hat der Chartalismus damit zu tun? Wie blicken MMT-Vertreter auf die Fiskalpolitik und die Inflation? Kann ein souveräner Staat bankrott gehen? Sind Armut, Arbeitslosigkeit, niedrige Löhne eine Frage der Finanzierung, der Ressourcen oder sind sie Teil der Geldmengensteuerung? Was sagen die europäischen Regeln? Welche Re-Regulierung ist nötig, um das Finanzsystem wieder in den Dienst der Realwirtschaft und damit dem Großteil der Bürgerinnen und Bürger zu stellen? Warum sind Staatsschulden ganz anderes als private Schulden?