Berufsorientierung mit Fokus auf Ethik, Fairness und Gemeinwohl

Die Zeit nach der Schule ist voller Entscheidungen. Zwei interaktive Workshops der Gemeinwohl-Ökonomie unterstützen Jugendliche der Oberstufe dabei, Berufswahlprozesse kritisch zu reflektieren, Arbeitswelten besser zu verstehen und eigene Werte in zukünftige berufliche Wege einzubringen. Beide Formate kombinieren Rollenspiele, Gruppenarbeiten und reflektierende Diskussionsphasen – praxisnah, handlungsorientiert und zugeschnitten auf Lebensrealitäten junger Menschen.


1. Workshop: Gute Arbeit – Was macht einen guten Arbeitsplatz aus?

(Modul für Jugendliche ab 16 Jahren, 8–30 Teilnehmende)

In diesem Workshop erkunden die Teilnehmenden, was „gute Arbeit“ ausmacht – aus Sicht von Arbeitnehmerinnen wie auch Arbeitgeberinnen. Sie diskutieren psychische Belastungen, analysieren realistische und idealisierte Arbeitsplatzvorstellungen und erarbeiten Kriterien moderner, wertorientierter Arbeitskulturen (inkl. Aspekten von „New Work“). Anhand von Good-Practice-Beispielen aus Unternehmen lernen sie, wie Arbeitsplatzqualität gestaltet und verbessert werden kann.

Zentrale Lernziele
– Anzeichen psychischer Belastung am Arbeitsplatz erkennen und eigene Erfahrungen einordnen.
– Gemeinsame und unterschiedliche Interessen von Beschäftigten und Unternehmen analysieren.
– Kriterien guter Arbeit benennen (Arbeitsqualität, Unternehmenskultur, ethisches Verhalten).
– Good-Practice-Beispiele verstehen und Maßnahmen zur Verbesserung im eigenen Berufsweg reflektieren.

Methodischer Zugang
Rollenspiel zu Arbeitsplatzinteressen, Analyse aktueller Forschung zu Ethik am Arbeitsplatz, Good-Practice-Übungen, Gruppendiskussionen und Reflexionsphasen.


2. Workshop: Wer bekommt den Job? – Ethischer Bewerbungsprozess im Rollenspiel

(Modul für Jugendliche ab 15 Jahren, 12–30 Teilnehmende)

Dieser Workshop ermöglicht Jugendlichen einen realitätsnahen Einblick in Bewerbungsprozesse – und zeigt gleichzeitig, wie Diskriminierung, Vorurteile und unfaire Kriterien Entscheidungen beeinflussen können. In zwei kontrastierenden Rollenspielrunden erleben die Teilnehmenden zuerst einen unethischen Bewerbungsablauf und anschließend einen fairen, transparenten und gemeinwohlorientierten Prozess. Sie reflektieren, was eine gerechte Auswahl ausmacht und welche Verantwortung Unternehmen dabei tragen.

Zentrale Lernziele
– Ethische Kriterien in Bewerbungs- und Einstellungsprozessen erkennen und diskutieren.
– Rechte von Bewerber*innen kennen und einordnen.
– Dynamiken und Herausforderungen eines fairen Auswahlprozesses verstehen.
– Kriterien eines transparenten, diskriminierungsfreien und wertschätzenden Bewerbungsablaufs formulieren.

Methodischer Zugang
Zwei interaktive Rollenspiele, Analyse von Rollenperspektiven, Gruppenreflexion, Diskussion ethischer Herausforderungen im Bewerbungsprozess.


Für wen eignen sich die Workshops?

Für Jugendliche der Oberstufe, die sich mit Fragen der Berufsorientierung, gerechter Arbeitswelt und zukunftsfähigen Wirtschaftsweisen beschäftigen möchten.

Rahmenbedingungen

– Dauer: jeweils ca. 3 Stunden
– Interaktive Gruppenformate
– Beide Workshops können einzeln oder kombiniert gebucht werden.

Anmeldung

Informationen und Terminabsprachen unter: bildung-at@econgood.org