Vorstellung der Gemeinwohl-Bilanz in Sitzenberg-Reidling

12. Mai 2026 in Sitzenberg-Reidling

Teilnehmende gesamt: 15, davon 1 Bürgermeister, 6 Gemeinderät*innen, 8 Teilnehmende aus dem Bereich Landwirtschaft/Solidarische Landwirtschaft

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Erwin Häusler stellten sich Bettina Winert und Thomas Mönius sowie ihre jeweiligen Rollen im Kontext der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) vor. Dabei wurde sowohl der persönliche Zugang zum Thema als auch die Motivation hinter dem Engagement für gemeinwohlorientiertes Wirtschaften sichtbar gemacht.

Im Anschluss übernahm Thomas Mönius die inhaltliche Einführung und führte durch eine Präsentation zu den Grundlagen der GWÖ, den Prinzipien und Zielen des Modells sowie zur Erstellung von Gemeinwohl-Bilanzen.

Anhand konkreter Best-Practice-Beispiele aus unterschiedlichen Branchen wurde aufgezeigt, wie Unternehmen und Gemeinden Gemeinwohlorientierung strategisch verankern können und welche positiven Effekte sich daraus ergeben. Abschließend wurden mögliche nächste Schritte für die Gemeinde skizziert und Perspektiven für eine vertiefende Zusammenarbeit aufgezeigt. Nach einer kurzen Pause bot sich Raum für persönlichen Austausch und informelle Gespräche, die bereits erste Anknüpfungspunkte zwischen den Teilnehmenden entstehen ließen.

Der Bürgermeister zeigte großes Interesse an der GWÖ und brachte den Wunsch zum Ausdruck, die Gemeinwohl-Ökonomie gemeinsam mit den Vortragenden beim monatlichen Monatsmarkt der Gemeinde vorzustellen. Damit soll die Bevölkerung breit informiert und eingebunden werden.

Die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte möchten zwei konkrete Themen auswählen, die im Zusammenhang mit der GWÖ und der Gemeindebilanz umgesetzt werden könnten. Als möglicher Ansatz wurde diskutiert:

  • Identifikation von zwei Handlungsfeldern, die zur GWÖ-Bilanz der Gemeinde passen
  • Entwicklung konkreter Maßnahmen oder Projekte zu den gewählten Themen
  • Ausarbeiten von zwei Feldern der Bilanz, um ein Gefühl für die Bilanz zu erhalten

Es wurde die Idee eingebracht, Förderungen für die Gestaltung und Aufwertung des Ortsbilds zu beantragen und diese mit den Zielen und einer Gemeinwohlbilanz der GWÖ zu verknüpfen. Dieser Ansatz bietet mehrere Vorteile:

  • Finanzielle Förderungen könnten genutzt werden, um GWÖ-konforme Projekte im Ortsbild umzusetzen
  • Eine erfolgreiche Förderung und sichtbare Ergebnisse könnten sowohl die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte als auch die gesamte Gemeindebevölkerung von der GWÖ überzeugen
  • Die Verknüpfung von Fördergeldern mit GWÖ-Prinzipien schafft einen konkreten, greifbaren Nutzen für die Gemeinde