Was ist der Gemeinwohl-Kompass für Margareten?
Zwanzig Bewohnerinnen und Bewohner von Margareten entwickelten als unabhängiger Bürgerrat gemeinsam ein Tool für die Bezirksvertretung, das die Auswirkungen von politischen Entscheidungen auf das Gemeinwohl im Bezirk messbar macht. Es entstand ein Gemeinwohl-Kompass zur Orientierung für die Bezirkspolitik der dabei hilft, ein gutes Leben für alle in Margareten zu fördern.
Der Bürgerrat tagte am 21. Februar. An diesem Samstag kamen die fast 20 Teilnehmenden zusammen, um herauszufinden, was „Gemeinwohl“ für sie bedeutet. Dafür wurde zunächst ein Wertekompass entwickelt, der die wichtigsten gemeinsamen Werte aller Teilnehmenden abbildet. Von diesem Wertekompass ausgehend wurden Ziele formuliert, die das Gemeinwohl in Margareten steigern und den Kompass positiv beeinflussen.
Gemeinsam mit der Expertin Ina Dimitrieva wurde ein Set an Indikatoren (Messwerte) entwickelt, welche den Fortschritt in Richtung der Ziele messbar machen. In einem Online-Workshop mit den Teilnehmenden wurde das so entstandene Dashboard an Messwerten besprochen und angepasst.
Umgesetzt wurde das Projekt durch die Gemeinwohl-Ökonomie in Kooperation mit der Bezirksvorstehung Margareten.

Fotonachschau vom Bürgerrat am 21. Februar 2026
Fotos aus unserer Nachschau (siehe Flickr-Album) können für Pressezwecke im Zusammenhang mit dem Bürgerrat Gemeinwohl-Kompass für Margareten gerne honorarfrei verwendet werden. Wenn Sie für einen Druck eine höhere Bildauflösung benötigen, geben Sie uns bitte Bescheid. Wir freuen uns auch, wenn Teilnehmende Fotos auf ihren sozialen Netzen mit Hinweis auf das Event teilen. Bitte Copyright angeben © Jonas Holl
Für Rückfragen kontaktieren Sie uns unter +43 664 420 13 10 oder austria@econgood.org – wir unterstützen Sie gerne.
Die Präsentation
Bei der öffentlichen Präsentation des Gemeinwohl-Kompass, am 05. März 2026, wurde der Partizipationsprozess, der Wertekompass, die Ziele und die Indikatoren einem breiten Publikum vorgestellt. Die Bürgerrät*innen stellten die Ergebnisse selbst vor und erzählten von ihren Erfahrungen im Bürgerrat.
Es gab Raum für Diskussion und Fragen, sowie einen Austausch nach der Präsentation in Form von Thementischen. Für jedes der acht Ziele im Gemeinwohl-Kompass wurden Ideen und Hinweise gesammelt wie die Ziele gut umgesetzt werden könnten.
Die Ergebnisse aus dem Partizipationsprozess, sowie die Ideen zur Umsetzung der Ziele wurden zum Abschluss feierlich der Bezirksvorstehung und weiteren Bezirksrät*innen übergeben.
Fotonachschau der Präsentation am 05. März 2026
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In welchem Kontext ist der Gemeinwohl-Kompass zu verstehen?
Der Gemeinwohl-Kompass für Margareten ist ein demokratisch entwickeltes Instrument, um die Auswirkungen wirtschaftspolitischer Entscheidungen auf das Gemeinwohl messbar zu machen. Auf Bezirksebene bedeutet das natürlich etwas ganz anderes, als z.B. auf Stadtebene oder in einer ländlichen Gemeinde.
Deshalb ist es so wichtig Bürgerräte bestimmen zu lassen was Gemeinwohl für sie, in ihrer Region bedeutet und welche konkreten Ziele sich die lokale Politik stecken soll, damit sich die Wirtschaftspolitik danach ausrichten kann was ein Gutes Leben in dieser Region ausmacht.
Langfristig soll so ein Messinstrument auch auf volkswirtschaftlicher Ebene umgesetzt werden, um das Ziel des Wirtschaftens neu auszurichten. Statt rein materielles und monetäres Wachstum zu messen (BIP), strebt die Gemeinwohl-Ökonomie an, qualitative Ziele demokratisch zu formulieren und messbar zu machen. Mehr dazu finden Sie hier: Gemeinwohl-Produkt
Die Gemeinwohl-Ökonomie befindet sich mit diesem Projekt in guter Gesellschaft: die politische Forderung, den wirtschaftlichen Fortschritt einer Gesellschaft nicht allein am finanziellen Wachstum des Brutto-Inlands-Produkts (das einfach alle Umsätze addiert) auszurichten, wird seit vielen Jahrzehnten von einer wachsenden Zahl an Organisationen vorgebracht. Unter anderem ist EconGood (Gemeinwohl-Ökonomie International) Mitglied bei der Wellbeing Economy Alliance, deren Arbeit für eine Wirtschaftspolitik, die dem guten Leben für alle dient, im Film Purpose dokumentiert ist. Ein berühmtes Beispiel für eine solche Wirtschaftspolitik ist das Bruttonationalglück in Buthan.


